Antimilitaristische Aktionen bei Rheinmetall in Kiel

Im Rahmen des heutigen antimilitaristischen Aktionstags der #Riseup4Rojava-Solidaritätswoche protestierten einige Aktivist*innen am frühen Morgen pünktlich zur Frühschicht am Sitz des Rüstungsproduzenten Rheinmetall in Suchsdorf. Am Werkstor und an parkenden Autos im Umfeld wurden Flugblätter verteilt, Plakate aufgehangen und Botschaften hinterlassen. Auch zum Schichtwechsel am Mittag machten weitere antimilitaristische Aktivist*innen vor Ort auf die mörderische Unterstützung des Krieges in Kurdistan durch den Konzern aufmerksam.

Rheinmetall ist der größte deutsche Rüstungskonzern. Er liefert Waffen und Munition an Konfliktparteien und in Kriegsgebiete. Er umgeht bewusst die wenigen und unzureichenden Exportbeschränkungen des deutschen Staates durch seine Strategie der Internationalisierung seiner Produktionsstandorte. Auch die türkische Armee geht mit Panzern und Waffen von Rheinmetall gegen die kurdische Selbstverwaltung in Rojava vor.

Bei Rheinmetall in Suchsdorf arbeiten 500 Leute an der Entwicklung neuer Prototypen für Panzer. Der Kieler Standort ist laut Konzern das Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Panzern. Damit nimmt der Kieler Standort eine zentrale Funktion bei der Entwicklung von Kriegsgerät ein, welches auch in die Türkei exportiert wird, um Krieg zu führen. Ebenfalls gebaut werden Panzer in Kiel. Das Werk ist voll ausgelastet und soll weiter wachsen. Die Aktivist*innen wollen dieses mörderische Treiben hier vor Ort nicht weiter hinnehmen.

Heute Abend um 19 Uhr findet zudem eine Online-Veranstaltung zu Rüstungskonzernen in Kiel und ihrem lukrativen Geschäft mit dem Krieg statt.

 

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