Defend Rojava – lang lebe der Widerstand!

Donnerstag (05.02.2026) | Kundgebung | 18 Uhr | Asmus-Bremer-Platz

Samstag (07.02.2026) | Demonstration | 15 Uhr | Platz der Matrosen (HBF)

Als Rojava werden die mehrheitlich von Kurd*innen bevölkerte, autonome und rätedemokratisch organisierten Gebiet in Nordostsyrien bezeichnet. Die „Demokratische Selbstverwaltung Nordostsyrien“ gilt als Leuchtfeuer der Emanzipation im Mittleren Osten und wird aktuell massiv angegriffen. Für die Menschen vor Ort bedeutet das eine akute Bedrohung.

Die sogenannte Übergangsregierung von Al Jolani, die nach dem Sturz Assads die Macht in Syrien übernahm, dem türkischen Präsidenten Erdoğan nahesteht und von den westlichen Imperialmächten gedeckt wird, ist mit ihren HTS-Milizen in die befreiten Gebiete vorgerückt. Zehntausende Kurd:innen aus Gebieten westlich des Euphrat wurden vertrieben und angegriffen, IS-Kämpfer konnten aus Gefängnissen entkommen, die Stadt Kobanê ist belagert und wird von lebenswichtiger Versorgung und Hilfslieferungen abgeschnitten. Es ist davon auszugehen, dass bereits Hunderte auf der Flucht erschossen wurden oder bei der Verteidigung Rojavas gefallen sind. Die humanitäre Not ist groß – es mangelt an allem: Wasser, Strom, Lebensmitteln und Medikamenten.

Trotz mittlerweile vereinbarter Waffenruhe hält die Belagerung und Besatzung durch die Dschihadisten weiter an. Zentrale Errungenschaften des revolutionären Aufbaus sind bedroht, insbesondere die konsequente Gleichstellung der Geschlechter sowie die eigenständige Frauenorganisierung in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Jetzt ist weiter internationale Solidarität gefragt! Es geht darum die Revolution Nordostsyrien zu verteidigen, denn Rojava ist Hoffnungsträgerin für ein demokratisches und gleichberechtigtes Leben weltweit. Es gilt auch hierzulande weiter Druck auf die deutsche Politik aufzubauen. Die Bundesregierung muss die aktive Unterstützung faschistischer und fundamentalistischer Regime, z.B. durch Waffenlieferungen oder finanzielle Hilfen, beenden! Es darf keine Abschiebungen nach Syrien und in die Türkei geben! Die Profiteure dieses Krieges müssen benannt und  gestoppt werden – auch in der BRD! Dafür werden wir auch in Kiel weiter auf die Straße gehen!

Menschenrechte, Frauenbefreiung, Selbstbestimmung, Ökologie und demokratischen Konföderalismus verteidigen!

Bijî Berxwedana Rojava!

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