
Die Solidaritätsaktionen mit der existenziell bedrohten Demokratischen Selbstverwaltung Nordostsyrien (Rojava) in Kiel wurden auch in dieser Woche täglich fortgesetzt. Am frühen Dienstagabend (27.01.2026) versammelten sich etwa 300 Menschen zu einer gut einstündigen Kundgebung am Asmus-Bremer-Platz in der Innenstadt. Tags darauf beteiligten sich am Mittwoch (28.01.2026) im selben Zeitfenster etwa 400 Teilnehmer:innen an einer weiteren Kundgebung auf dem Platz der Matrosen am Hauptbahnhof. Eine Demonstration durch die Innenstadt hatten die Ordnungsbehörden abermals per Auflage willkürlich verboten.



Warum einzelne Kundgebungsteilnehmer:innen in Anbetracht dieser permanenten Repression gegen internationalistische Proteste in Kiel, wie am Mittwoch geschehen, ein Dankesbanner in Richtung Polizei präsentieren mussten, bleibt unerklärlich. Beide Aktionen wurden aber auch für selbstbewusste Vorstöße genutzt: So wurde am Mittwoch, entgegen der willkürlichen Beanstandungen durch die Polizei in den zurückliegenden Wochen, das Tragen einer YPJ-Fahne durchgesetzt und an beiden Tagen wurde auch der Nachhauseweg von einigen Teilnehmer:innen zur spontanen Fortsetzung der Proteste genutzt.



Auch für Donnerstag, Freitag und Samstag sind weitere Aktionen für Rojava in Kiel angekündigt. Ob der für Samstag angemeldete Demonstrationszug wie geplant stattfinden kann, wird sich zeigen. Die weiterhin bedrohliche Lage in Rojava erfordern in jedem Fall weiter den Druck der Straße, auch und gerade in Mittäterstaaten wie der BRD.

