
Auch am frühen Mittwochabend (21.01.2026) versammelten sich den dritten Tag in Folge wieder bis zu 300 Kieler:innen am Hauptbahnhof, um ihre Solidarität mit den Verteidiger:innen und der Bevölkerung der Demokratischen Selbstverwaltung Nordostsyrien (Rojava) zu bekunden. Zu der Aktion hatte die kurdische Jugend spontan aufgerufen. Rojava und insbesondere die Stadt Kobanê sind trotz einer eigentlichen Feuerpause weiterhin akut durch das Vorrücken der der syrischen Übergangsregierung unterstellten dschihadistischen HTS-Milizen bedroht.


Nach ihrem zwischenzeitlichen totalen Kontrollverlust am Vortag, als tausende Unterstützer:innen der kurdischen Befreiungsbewegung lebendig durch die Kieler Innenstadt zogen, war die Polizei an diesem Abend mit einem proportional deutlich größeren Aufgebot präsent. Die Kundgebung wurde umstellt und akribisch abgefilmt. Ein Teilnehmer wurde darauf wegen des Zeigens einer YPG-Fahne kontrolliert und angezeigt, auch das Tragen einer Fahne der PYD wurde von den Einstzkräften beanstandet. Solche haltlosen Kriminalisierungsversuchen und bloßen staatlichen Machtdemonstration gilt es bei kommenden Aktionen entschieden zurück zu weisen.


Nach eineinhalb Stunden löste sich die Veranstaltung auf. Weitere Mobilisierungen in den kommenden Tagen sind auch für Kiel bereits in Planung. Aktuell nehmen sich Internationalist:innen täglich in unzähligen Städten weltweit die Straße, um Rojava den Rücken zu stärken. Viele folgen auch dem Aufruf, nach Rojava zu kommen, um die Revolution und ihre Errungenschaften vor Ort zu verteidigen.
