
Demonstration | HEUTE (20.01.2026) | 18 Uhr | Bahnhofsvorplatz | Kiel
Seit zwei Wochen greifen die dschihadistischen HTS-Milizen des syrischen Übergangspräsidenten al Jolani die Demokratische Selbstverwaltung Nordostsyrien militärisch an. Ihr Ziel ist die umfassende Kapitulation des seit 15 Jahren bestehenden revolutionären Befreiungsprojekts und die Unterordnung der kurdischen Gebiete, weshalb alle Waffenstillstandsverhandlung gescheitert sind. Die Verteidigungskräfte der Selbstverwaltung SDF und YPJ antworten auf diese existenzielle Bedrohung mit einer grenzübergreifenden Generalmobilmachung und rufen zum erbitterten Widerstand auf.
Seit gestern umzingelt die HTS die symbolträchtige Stadt Kobanê, deren beispielloser Widerstand 2015 die faschistischen IS-Banden besiegte. Nun sind Kobanê und alle Errungenschaften der Rojava-Revolution erneut durch reaktionäre Banden bedroht, deren Schutzmacht seit jeher der NATO-Staat Türkei ist und die auch von der deutschen Bundesregierung als Partner zur Einflussnahme im destabilisierten Mittleren Osten hofiert werden.
In Kurdistan und weltweit antworten die Befreiungsbewegung und ihre internationalistischen Unterstützer:innen derzeit täglich mit unzähligen Solidaritätsbekundungen, um dem Verteidigungskampf von Rojava, der Frauenrevolution, dem rätedemokratischen und ökologischen Aufbau und dem multiethnischen und interreligiösen Zusammenleben inmitten einer Region, die von Krieg, faschistischen Banden und imperialistischen Beutezügen seit Jahrzehnten gebeutelt wird, den Rücken zu stärken.
Auch in Kiel waren wir in den letzten Tagen immer wieder auf der Straße und rufen auch heute wieder, im Moment der akuten Bedrohung, zu einer weiteren Demonstration auf. Kommt alle um 18 Uhr zum Bahnhofsvorplatz – vereteidigen wir gemeinsam die Rojava Revolution!
Alle Besatzer raus aus Kurdistan – no pasarán! Hoch die Internationale Solidarität!