
Nachdem HTS-Milizen im Laufe des Tages die Stadt Kobanê, das symbolträchtige Herz des Widerstands von Rojava, umzingelten und bei ihrem Vormarsch durch türkische Drohnenangriffe unterstützt wurden, und am Abend die Waffenstillstandsverhandlungen zwischen SDF und syrischer Übergangsregierung gescheitert waren, versammelten sich am Montagabend (19.01.2026) in kürzester Zeit über 300 Unterstützer:innen der kurdischen Befreiungsbewegung am Kieler Hauptbahnhof. Die Spontankundgebung begann zunächst auf den Bahnhofstreppen, verlegte sich aufgrund der immer weiter anwachsenden Menge jedoch kurz darauf auf den Bahnhofvorplatz. Hier herrschte eine aufgebrachte, aber kämpferische Stimmung.

Bei einem kurzen Livetelefonat nach Kobanê berichtete ein Heval von vor Ort, dass die Bevölkerung auf die Straße dränge und sich kampfbereit zeige, um die Revolution zu verteidigen. Die Demokratische Selbstverwaltung in Nordostsyrien hat ihre Generalmobilmachung unterdessen nochmals bekräftigt und ihre Anhänger:innen in allen Teilen Kurdistans zum erbitterten Widerstand gegen die existenziellen Angriffe der regierenden al Jolani-Dschihadisten und ihrer türkischen Schutzmacht aufgerufen.

Nach eineinhalb Stunden endete die Versammlung mit der Ankündigung einer weiteren Demonstration am Dienstagabend. Diese soll um 18 Uhr wieder auf dem Bahnhofsvorplatz starten. Alle Internationalist:innen sind dringend aufgerufen, sich zahlreich anzuschließen, um im Moment der abermaligen akuten Bedrohung der gegenwärtig größten emanzipatorischen und revolutionären Hoffnung des Mittleren Ostens durch massenhafte internationale Solidarität den Rücken zu stärken.
