Kundgebung „Stoppt Erdogans Krieg gegen Rojava!“

ÜBERALL IST AFRIN – ÜBERALL IST WIDERSTAND!

Mittwoch, 24.1.18 | Kundgebung
17 Uhr | Asmus-Bremer-Platz | Kiel

Am Samstag, den 20. Januar 2018 hat die türkische Armee ihren Überfall auf die Demokratische Föderation Nordsyrien offiziell begonnen. Unter dem zynischen Namen „Operation Olivenzweig“ steht der Kanton Afrin im Nordwesten Syriens seit Tagen unter massivem Beschuss durch die türkische Artillerie und türkische Kampfjets. Mit dutzenden Luftangriffen wurden zivile Viertel Afrins und Stellungen der Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) bombardiert. Eingesetzt werden bei diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auch deutsche Kampfpanzer vom Typ „Leopard 2“. Auch ein Camp, in dem über 500.000 Geflüchteten aus anderen Teilen Syriens Zuflucht gefunden haben, wurde nicht verschont. Die türkische Besatzungsarmee rückt gemeinsam mit islamistischen Verbänden der so genannten „Freien Syrischen Armee“ an fünf Fronten auf Afrin vor. Im Norden Afrins finden zurzeit schwerste Gefechte zwischen den Selbstverteidigungseinheiten der Bevölkerung und der türkischen Armee statt. Die Kräfte der YPG/YPJ leisten erbitterten Widerstand und wehren unter größter Opferbereitschaft den türkischen Vormarsch ab. Erdogan hat angekündigt, dass die Besatzung Afrins nur der erste Schritt in einem umfassenden Vernichtungsfeldzug gegen ganz Rojava und die gesamte Demokratische Föderation Nordsyrien sein soll. Allein die Bilanz der ersten drei Tage ist erschreckend; 18 ZivilistInnen wurden ermordet und 3 KämpferInnen sind im Widerstand gefallen. Es gibt über 23 verletzte ZivilistInnen.

Der türkische Staat versucht in Afrin das demokratische Projekt, das unter größten Anstrengungen und schweren Opfern in den nunmehr fünf Jahren der Revolution aufgebaut und verteidigt wurde, zu zerschlagen In Afrin wird nicht nur eine Stadt bombardiert. Die Bomben der türkischen Armee sollen die Errungenschaften dieser Revolution vernichten. Das gesellschaftliche Projekt des Demokratischen Konföderalismus basiert auf den Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und einer radikalen Demokratie. In Nordsyrien haben sich die Völker der Region ein gemeinsames Leben erkämpft, jenseits von Nationalismus, religiösem Sektierertum und imperialistischer Fremdbestimmung. In Nordsyrien wird heute eine Gesellschaft aufgebaut, in der Frauen ihre Geschicke selbstbestimmt in die Hand nehmen und autonome Frauenorganisierung in allen gesellschaftlichen Bereichen stattfindet. Diese Frauenrevolution ist die Garantie für den Erfolg der Revolution in Rojava. Die Revolution in Nordsyrien ist ein Frühling der Frauen und nie werden sie den Frühling aufhalten können. Mit einer kommunalen Ökonomie und einer basisdemokratischen Räteverwaltung wird versucht, ein Leben jenseits der kapitalistischen Verwertungslogik und staatlicher Bevormundung aufzubauen.

Während Kobanê von den Mörderbanden des sogenannten Islamischen Staats belagert wurde, sind wir in Europa und auf der ganzen Welt zu Hunderttausenden auf die Straße gegangen, um genau diese Werte und diese Revolution gemeinsam zu verteidigen. Genau wie damals muss heute klar sein: Das Schicksal der Revolution in Nordsyrien und des Mittleren Ostens steht heute in Afrin auf dem Spiel.

Genau wie damals gilt es heute, auch und insbesondere hier in Deutschland, Widerstand zu entwickeln. Es ist offensichtlich, dass dieser verbrecherische Überfall auf Afrin nur Realität werden konnte dank der Unterstützung, die das Regime Erdogans aus Berlin und speziell durch die letzten Gespräche zwischen Sigmar Gabriel und Mevlut Cavusoglu erhalten hat. Es sind Panzer, Fahrzeuge und Gewehre, allesamt in deutschen Fabriken produziert, mit denen die türkischen Soldaten heute über die Grenze nach Afrin marschieren. Es ist die nahezu bedingungslose politische Rückendeckung aus Berlin, die Ankara überhaupt erst dazu ermutigt hat, einen derartigen Völkerrechtsbruch zu unternehmen. Zu guter Letzt ist es die direkte Unterstützung des Innenministeriums hier in Deutschland, mit der Protest von vornherein durch das Verbot sämtlicher kurdischer Flaggen und die andauernde und schärfer werdende Kriminalisierung gegen kurdische Organisationen unterdrückt wird.

Weil Deutschland indirekt eine Kriegspartei in Afrin ist, gilt es den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen und unseren Protest auf die Straße zu tragen. Mit dem Geist von Kobanê müssen wir uns heute zusammentun, organisieren und gemeinsam zur Aktion schreiten, denn morgen schon könnte es zu spät sein. Afrin ist von allen Seiten umzingelt, also müssen wir die Luftröhre dieser Revolution sein.

Wir rufen daher all jene, die sich mit den Werten dieser Revolution identifizieren können, all jene, für die Rojava und die Demokratische Föderation Nordsyrien in den letzten Jahren zur Hoffnung und Inspiration wurde und all jene, die nicht mehr länger zusehen wollen, wie die Bundesregierung sich erneut vor allen Augen zum Komplizen eines weiteren Massakers macht: Kommt am Mittwoch um 17 Uhr auf den Asmus-Bremer-Platz in der Kieler Innenstadt und am Samstag zur bundesweiten Demonstration in Köln.

Wir rufen euch zudem, also die Öffentlichkeit in Deutschland, dazu auf, eure Solidarität mit Afrin zu zeigen und euch mit uns gemeinsam gegen die Kriegspolitik der AKP im Mittleren Osten zu stellen! Lasst uns gemeinsam unsere Stimmen für den Frieden erheben!

Verteidigt den revolutionären Aufbau in Rojava – Solidarität mit Afrin!

www.navdem.com

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Hunderte in Kiel auf der Straße gegen türkischen Einmarsch in Afrin

Am heutigen Sonntagnachmittag demonstrierten auch in Kiel bis zu 1000 Menschen spontan gegen die Angriffe der türkischen Armee auf den Kanton Afrîn der selbstverwalteten Föderation im syrisch-kurdischen Rojava. Ab 15 Uhr hatten sich hunderte Demonstrant*innen auf dem Bahnhofsvorplatz versammelt und zogen anschließend lautstark zum Funkhaus des NDR am Wall, wo eine Abschlusskundgebung stattfand und die Demo sich gegen 17 Uhr auflöste.

Seit Tagen wird der Westteil der Demokratische Föderation Nordsyrien durch türkische Artillerie beschossen, ein Einmarsch von Bodentruppen hat bereits begonnen, stößt aber auf Gegenwehr der Kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPG/YPJ. Die kriegerische Aggression des Erdogan-Regimes in Rojava wird bisher sowohl von den NATO-Staaten, als auch von Russland geduldet.

Bundesweit und international gehen die Kurdische Freiheitsbewegung und ihre Unterstützer*innen deshalb seit Tagen in zahlreichen Städten auf die Straße. Die Demonstrationen fordern ein Ende der türkischen Angriffe sowie ihrer stillschweigenden Unterstützung durch die deutsche und andere in Syrien agierende imperialistische Regierungen.

Presse: KN | NDR

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Kundgebung „Schluss mit den Kriegsvorbereitungen des türkischen Staates gegen den kurdischen Kanton Afrin in Rojava!“

Die türkische Armee greift seit mehreren Tagen die befreiten Gebiete von  Şehba und Afrîn in Rojava an. Infolge der Angriffe sind bislang sechs Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Zahlreiche  Siedlungsgebiete wurden zerstört und die Menschen sind gezwungen, ihre Dörfer zu verlassen. Die türkische Armee hat mit der Verlegung militärischer Fahrzeuge entlang der Grenze Vorbereitungen für einen großangelegten Krieg getroffen. Um die Erlaubnis für den Krieg gegen die Kurden in Syrien zu erhalten, führt der türkische Staatspräsident Erdogan Gespräche mit den Vertretern Russlands, der USA und Ländern der EU. Aus diesem Grund rufen wir die Weltöffentlichkeit dazu auf, den Diktator Erdogan zu stoppen.

Freitag, 14.7.2017: Kundgebung

17 bis 19 Uhr | Asmus-Bremer-Platz | Kiel

Weiterführende Informationen: www.civaka-azad.org | www.isku.org

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Aufruf zu den Protesten gegen den G20-Gipfel 2017 in Hamburg

Berxwedan jiyan e!  Widerstand heißt Leben! Gegen die Kriege, die sie führen, den Frieden organisieren!

Beteiligt euch an der Demonstration Grenzenlose Solidarität statt G20 am 8. Juli in Hamburg. Kommt in unseren Block „Berxwedan Jiyan e“ (Widerstand heißt Leben)!

G20 – Normalisierung des Ausnahmezustands

Wenn sich am 7. und 8. Juli in Hamburg wieder einmal die selbsternannten Herrscher der Welt zusammensetzen, wird auch dieses Mal nichts Gutes für Mensch und Umwelt dabei herauskommen. Zu tief ist die Krise des kapitalistischen Systems. Mit immer brutaleren Methoden wollen sie weiterhin ihre Macht sichern. Dafür bauen sie ihren Militär- und Polizeiapparat immer weiter aus. Denn Krieg zu führen, und besonders die Waffen dafür zu verkaufen, ist noch immer ein lohnendes Geschäft. Um die eigene Macht zu sichern setzen die Herrschenden vermehrt auf die Disziplinierung und Unterdrückung der Bevölkerung. Beispiele dafür sehen wir aktuell in den USA mit dem neu gewählten Präsidenten Trump, und in der Türkei mit Erdoğan, der mit offen faschistischen Methoden einen Krieg gegen die widerständige Bevölkerung des Landes führt, Teile Nordsyriens besetzt oder im Norden des Iraks, in Südkurdistan, Luftangriffe gegen die Zivilbevölkerung fliegt.

Wenn in Hamburg das G20-Treffen stattfindet, wird sich das NATO-Mitglied Türkei seit einem Jahr im Ausnahmezustand befinden. Das bedeutet: Ausschalten der Opposition durch Inhaftierung, Folter und Erpressung, Aushebeln der Menschenrechte, Zensur und Gleichschaltung der Presse, Aufhebung der Gewaltenteilung, Schüren von Nationalismus, Militarismus und Rassismus sowie zunehmende sexistische und patriarchale Angriffe.

Die westlichen kapitalistischen Staaten, die sich gern als Verfechter der Menschenrechte darstellen, stehen Seite an Seite mit dem AKP-Regime. Mit der Einführung des Präsidialsystems soll eine öffentliche Legitimierung für die bereits de facto bestehende Ein-Mann-Diktatur unter Erdoğan stattfinden. Auch Merkel hat bereits vor dem Referendum, wi e schon vor den Parlamentswahlen 2015, Erdoğan einen Besuch abgestattet und damit ein Zeichen für den Zusammenhalt des deutschen und des türkischen Staates gesetzt und unterstützt so letztlich das Referendum für Erdoğan.

Hamburg ist nicht zufällig der Ort für das Zusammenkommen der G20. Die BRD ist federführend in der Entwicklung der europäischen und internationalen Politik. Das deutsche Militär ist weltweit an Kriegen beteiligt. Das Spardiktat Deutschlands ruiniert Länder wie Griechenland und macht sie von sich abhängig und deutsche Rüstungsfirmen wie Heckler & Koch, Krauss-Maffei Wegmann oder Rheinmetall liefern Waffen in alle Welt und bauen Produktionsstätten in Ländern, in denen Krieg tobt.

Gleichzeitig ist der Gipfel in Hamburg der erste Gipfel, der nach Genua wieder in einer europäischen Großstadt stattfindet. Bei den Protesten in Genua 2001 wurde der 23-jährige Carlo Giuliani von einem Polizisten erschossen. Der Standort Hamburg ist somit ein zweifaches politisches Signal, zum einen festigt und behauptet der deutsche Staat seine Stellung als führende Kraft, zum anderen wird getestet wie weit die Herrschenden gehen können und wie stark der Widerstand sein wird, der gegen sie entwickelt wird.

Gegen ihre Unterdrückung und gegen die Hegemonie der Kapitalistischen Moderne kann es nur eine Antwort geben: sich organisieren und einen tagtäglichen Widerstand gegen ihr System führen. Einem System aufbauend auf Patriarchat, Staat, Macht und Gewalt stellen wir unsere Ideen eines geschlechterbefreiten, selbstbestimmten und freien Lebens entgegen, den Demokratischen Konföderalismus. Ohne Staat und Herrschaft ist ein anderes, besseres Leben für alle möglich. Der Aufbau einer basisdemokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft hat in Rojava bereits begonnen. Es liegt an uns den Widerstand und den Aufbau des Neuen zu verteidigen und auszuweiten.

Wenn die Trumps, Erdoğans, Merkels und wie sie alle heißen nach Hamburg kommen, zeigen wir, was wir von ihnen halten und was unser Verständnis von Leben ist.

Samstag, 8.7.2017 / 11 Uhr / Deichtorplatz / Hamburg

NAV-DEM – Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen  in Deutschland | Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden | TJK-E | JYK/YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan | ISKU – Informationsstelle Kurdistan | Kampagne TATORT Kurdistan | Ciwanên Azad | Jinen Ciwan ên Azad

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REDEFINE SOLIDARITY – Fest in Kiel

Ein Fest mit Kind und Kegel für das mobile Krankenhaus von CADUS für die Regionen Nord Syriens und des Irak.

Am 27.05.17 von 14 – 21 h, beim Fahrradkinokombinat in der AltenMU, Lorentzendamm 6-8, Kiel.

Mit dabei: * aktuelle Infos zum mobilen Hospital * Essen, Trinken * Spielen * Papier-Laster-Bau * die Musikband Safar * Beutel-Nähwerkstatt * Spendendose * der Jongleur Herr Konrad * Hüpfkissen des TAT Freizeitteams * Toben *Clownerie * mal schauen was geht… *

Die Hilfsorganisation Cadus hat das mobile Krankenhaus inzwischen auf den Weg gebracht, aber es braucht weiterhin Soligeld um den Weg zu meistern und die Leute vor Ort im Umgang zu schulen, so dass sie das mobile Krankenhaus auch eigenständig nutzen können.

Wir freuen uns auf euch!

www.mobile-hospital.org

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Demo „Stoppt die Türkischen Luftangriffe auf Rojava und Sengal“ in Kiel

Mittwoch, 26.4.2017: Demonstration

17 Uhr | Hauptbahnhof | Kiel

Die Türkei hat in der vergangenen Nacht einige Orte in Rojava und im nordirakischen Sengal weggebombt. Die Attacke dürfte der Auftakt einer langfristigen, länderübergreifenden Kriegskampagne gegen die kurdische Befreiungsbewegung sein.

Hintergründe: www.lowerclassmag.com

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Solidarität mit den Hungerstreikenden in den Türkischen Gefängnissen in Kiel

Seit dem 15. Februar sind in verschiedenen türkischen Gefängnissen politische Gefangene in einen unbefristeten Hungerstreik getreten. Die Gefangenen protestieren mit ihrer Aktion gegen unmenschliche Haftbedingungen, willkürliche Massenfestnahmen, militärische und politische Repressionen gegen die Zivilbevölkerung und die Isolation des Repräsentanten des kurdischen Volkes Abdullah Öcalan.

Seit heute morgen um 8 Uhr steht ein Zelt auf dem Asmus-Bremer-Platz, in dem für rund eine Woche Tag und Nacht ein Solidaritäts-Hungerstreik stattfindet. Organisatoren und Teilnehmende kommen aus verschiedenen Kieler Vereinen, sie wollen auf die Situation in den türkischen Gefängnissen aufmerksam machen und so das Schweigen brechen.

Handeln wir! Denn jede verzögerte Reaktion kann politischen Gefangenen das Leben kosten!

Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Kiel

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Themenwoche Menschenrechte in Kurdistan – Filmabend in Kiel

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Die kapitalistische Moderne herausfordern III ― Konferenz in Hamburg

Demokratische Moderne entfalten ― Widerstand, Rebellion, Aufbau des Neuen

14.―16. April 2017, Universität Hamburg

Der Kapitalismus steckt in einer strukturellen Krise und verliert weltweit an Legitimität – trotz behaupteter Alternativlosigkeit. Gleichzeitig bieten sich rechte und reaktionäre Bewegungen als Alternative an.Doch es gibt andere Wege als die scheinbar einzigen Alternativen. In Rojava/Nordsyrien gelang es, sich nicht auf eine Seite zu schlagen, sondern einen eigenen, »dritten Weg« zu etablieren. Der Aufbau eines nicht-patriarchalen Systems und einer demokratischen Wirtschaftsordnung erscheint zum Greifen nahe und hat die Chance, sich permanent zu etablieren.

Solche »dritte Wege« sind weltweit überrall möglich. Auf unserer dritten Konferenz wollen wir sie präsentieren, ausleuchten und diskutieren.

Die dritte Konferenz »Die kapitalistische Moderne herausfordern« mit dem Untertitel »Demokratische Moderne entfalten – Widerstand, Rebellion, Aufbau des Neuen« findet über Ostern (14.–16. April) 2017 in Hamburg statt. Die letzten beiden Konferenzen brachten nicht nur führende Intellektuelle zusammen, sondern gaben auch jungen AktivistInnen, Studierenden und AkademikerInnen die Gelegenheit, ihre Ideen zu präsentieren. In dieser dritten Konferenz wollen wir wieder Brücken zwischen all diesen und Bewegungen in Kurdistan und weltweit schlagen.

In diesem Sinne bitten wir euch auch diesmal mit einem Call for Papers um Beiträge zu vier emen. Die Ein – senderInnen der besten Beiträge werden eingeladen, ihren Beitrag auf der Konferenz zu präsentieren.

Die Titel der sechs Themenblöcke sind:

    • Die Mentalität der kapitalistischen Zivilisation aufbrechen
    • Jenseits des Staates: Alternativen denken und aufbauen
    • Auswege aus dem Kapitalismus: Das »Undenkbare« denken
    • Arbeitsgruppen und Workshops (Ankündigung folgt)
    • Wege, das Neue aufzubauen und zu verteidigen
    • Democratic Modernity:Perspectives Ahead

Demokratische Moderne: Perspektiven voraus

Dieses Jahr gibt es vier Themen im »Call for Papers«. Fristen und Details kannst Du auf der Website der Konferenz einsehen.

Technische Informationen

Zeit: 14.–16. April 2017. Beginn der Anmeldung um 8:00 Uhr.

Ort: Audimax der Universität Hamburg

Übersetzung: Simultanübersetzung in Deutsch, Englisch, Kurdisch und Türkisch; möglicherweise auf Italienisch, Spanisch und/oder Französisch

Essen und Trinken: Vegetarisches Essen, Tee, Kaffee und Wasser sind erhältlich

Livestream: Die gesamte Konferenz wird live in mehreren Sprachen gestreamt

Kulturprogramm: Samstagabend findet ein Kulturprogramm statt

Unterbringung: Kostenlose Schlafplätze in Wohnungen werden auf Wunsch gestellt

Kinderbetreuung: Für Kinderbetreuung während der Konferenz wird gesorgt.

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, wir hoffen aber auf Spenden von 10€ oder mehr, um die Kosten decken zu können. Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen. Bitte melde Dich unter registration[at]networkaq.net an und lass uns wissen, ob Du eine Unterbringung benötigst.

www.networkaq.net

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Filmveranstaltung „Die Stimme der Tribünen“ in Kiel

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Wir freuen uns, den Film „Die Stimme der Tribünen“ im Rahmen des wöchentlichen „nara-café“ im Li(e)berAnders zeigen zu können. Der Film dokumentiert die politischen Interventionen der Fußballmannschaft Amedspor aus Diyarbakir (Türkei) unter dem Motto »Kinder sollen nicht sterben, sie sollen zum Spiel kommen!« und die darauf folgenden Repressionen. Der Regisseur Onur Öncü wird anwesend sein und wir freuen uns anschließend auf ein Gespräch mit ihm.

Montag, 13. März 2017:

nara-café im Li(e)ber Anders Gaarden (Iltisstr. 34, Kiel)

Café-Opening: 17Uhr
Filmstart: 18Uhr

Eintritt frei / freiwillige Spende

Die Fußballmannschaft Amedspor aus Diyarbakir trat während eines Pokalspiels mit einem Transparent, auf der die Aufschrift: »Kinder sollen nicht sterben, sie sollen zum Spiel kommen!« stand, auf. Auch die Fans der Mannschaft trugen das gleiche Spruchband. Damit wollten sie auf die sinnlose Gewalt gegen die Zivilbevölkerung und insbesondere auf die getöteten Kinder aufmerksam machen. Danach begann eine politische und mediale Lynchkampagne gegen die Mannschaft. Nur weil die Spieler und die Fans von Amedspor ein Ende des Sterbens forderten, wurde der Verein mit Geld- und Platzstrafen belegt. Stürmerstar Deniz Naki bekam eine Rekordsperre von 12 Spielen, weil er den Sieg gegen Bursaspor den getöteten Kindern widmete.

Trotz dieser politisch motivierten Sanktionen stehen der Verein Amedspor und die Spieler weiterhin hinter ihrer Forderung »Kinder sollen nicht sterben, sie sollen zum Spiel kommen!«. Sogar die Fans des FC St. Pauli nahmen die Klagen des Amedspors wahr und zeigten während eines Fußballspiels ein solidarisches Transparent.

Der Filmemacher *Onur Öncü* wollte der Forderung der Mannschaft und der Fans von Amedspor nach Frieden eine Stimme geben und hat einen Dokumentarfilm gedreht. Der Film zeigt die Solidarität der Tribünen von Amedspor, FC St. Pauli und Fenerbahce und stellt die Situation des Vereins sowie seiner Fans dar.

Mehr zum Film hier.

antiravernetzungsh.noblogs.org

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