
Montag (26.01.): Kundgebung | 18 Uhr HBF
Dienstag (27.01.): Kundgebung | 18 Uhr Asmus-Bremer-Platz
Mittwoch (28.01.): Demonstration | 18 Uhr HBF
Donnerstag (29.01.): Kundgebung | 18 Uhr Asmus-Bremer-Platz
Freitag (30.01.): Kundgebung | 18 Uhr Asmus-Bremer-Platz
Samstag (31.01.): Demonstration | 14 Uhr HBF
Ein internationaler Aufruf von Women Defend Rojava und Riseup4Rojava:
Seit dem 6. Januar werden kurdische und arabische Gebiete Syriens Ziel von immer weiter anhaltenden Angriffen. Diese Angriffe stellen dabei die gefährlichste Bedrohung für die kurdische Gesellschaft und die Selbstverwaltung vor Ort, seit über 14 Jahren, dar. Die militärische Offensive wird von al-Sharaa’s islamistischen Regime, der so genannten „Übergangsregierung“ in Damaskus, in direkter Zusammenarbeit mit dem türkischen Verteidigungsminister Yasar Güler und Außenminister Hakan Fidan, koordiniert. Sie findet in direkter Zusammenarbeit mit jihadistischen Truppen statt. Natürlich wurde dieser Vernichtungskrieg von westlichen Machthabern und Regierungen abgesegnet.
Rojava wird dabei unmittelbar von HTS- und IS-Gruppen angegriffen. Diese Angriffe gefährden die hart erkämpften Errungenschaften der Frauenrevolution in Rojava, eingeschlossen die, der lokalen Demokratie und Gleichberechtigung aller ethnischen und Glaubensgruppen. Sie versuchen die Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien dazu zu zwingen, zwischen totaler Kapitulation und ganzheitlicher Vernichtung zu entscheiden. Dabei hat der Angriff auf Rojava nicht nur zum Ziel die Errungenschaften der kurdischen Gesellschaft zu vernichten. Das eigentliche, internationale Ziel ist vielmehr die Möglichkeit und Umsetzung eines demokratischen Syriens und demokratischen mittleren Osten zu zerschlagen.
Diese Angriffe stellen ein Wiederaufleben des IS dar. Tausende IS-Kämpfer wurden von den Regierungstruppen al-Sharaas befreit, er selbst teilt eine gemeinsame Vergangenheit mit dem IS. Wiedereinmal verübt der IS Massaker gegen die Zivilbevölkerung in ganz Syrien. Kobane, der Ort des historischen Widerstands gegen den IS, wird wiedereinmal massiv von den selben Kräften belagert und angegriffen, die diesmal unter anderer Flagge kämpfen. Die Bestärkung durch diese Angriffe stellt wiedereinmal eine weltweite Bedrohung durch den IS dar.
Quer durch ganz Kurdistan und auf der ganzen Welt erheben sich Menschen um die Revolution in Rojava und die Hoffnung, die sie der Menschheit schenkt, zu verteidigen. Die kurdische Bevölkerung, allen voran junge Menschen und Frauen, sind der Generalmobilmachung nachgekommen. Tausende Menschen nehmen an Massendemonstrationen teil oder reisen nach Rojava um das Gebiet zu verteidigen. Soziale und politische Bewegungen, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Organisationen und akademische Gruppen auf allen Kontinenten haben bereits Aktionen in Solidarität mit Rojava organisiert. 2014 haben sich Millionen von Menschen weltweit die Straßen genommen und gemeinsam haben wir Kobane befreit. Das Besiegen des IS war nicht nur durch YPG und YPJ möglich, sondern auch durch breite internationale Solidarität. Inklusive politische, soziale und moralische Unterstützung von demokratischen Kräften weltweit.
Heute rufen wir erneut zur weltweiten Solidarität auf, um die Revolution und Menschenwürde zu verteidigen. Wir befinden uns in einer Zeit der Neuaufteilung der Welt, getrieben von Profitinteressen statt humanitären Bedürfnissen. Daher müssen wir uns zusammenschließen, um die Freiheit von Rojava zu erkämpfen. Im Angesicht von zunehmendem militärischen und politischem Druck müssen alle demokratischen Kräfte die gemeinsame Solidarität ausbauen.
Wir rufen deshalb zu Folgendem auf:
Organisiert Aktionen in Solidarität mit Rojava, die die Angriffe verurteilen und die anhaltende Gefahr der ethnischen Säuberung durch die syrische Übergangsregierung, die Türkei und verbündete jihadistische Gruppen untermauern.
Schafft öffentliche Gegendarstellungen in den Medien und der Zivilgesellschaft, die die Unterstützung Rojavas und die Komplizenschaft der westlichen Machthaber, ausdrücken.
Zieht die nationalen Regierungen und internationalen Institutionen zur Verantwortung für ihre Mittäterschaft an den Kriegsverbrechen in Rojava.
Fordert politische und juristische Anerkennung für die DAANES, um Damaskus dazu zu zwingen eine dezentrale Lösung zu akzeptieren, die die Existenz und Rechte der Alewiten, Drusen, Jesiden, Assyrer, Armenier und allen anderen ethnischen und Glaubensgruppen die Zukunft in einem demokratischen Syrien zu garantiert.