200 Kieler:innen solidarisch mit Rojava und dem Aufstand im Iran

Etwa 200 Internationalist:innen versammelten sich am Samstagnachmittag (17.01.2026) auf dem Asmus-Bremer-Platz in der Kieler Innenstadt, um gegen die sich zuspitzende Bedrohung der demokratischen Selbstverwaltung in Nordostsyrien durch die syrische Übergangsregierung der dschihadistischen HTS zu demonstrieren. Zugleich wurde Solidarität mit der kämpfenden Bevölkerung im Iran ausgedrück, deren Aufstand gegen Krise und Diktatur sich derzeit massiver mörderischer Gewalt des Mullah-Regimes ausgesetzt sieht.

In verschiedenen Redebeiträgen wurden Freiheit und Selbstbestimmung für Kurdistan, Syrien und den Iran gefordert und statt weiterer Eskalationen durch imperialistische Mächte, die den Mittleren Osten seit jeher zum Spielball ihrer Interessen degradieren, die internationale Solidarität der Unterdrückten und Ausgebeuteten als Schlüssel zur Verteidigung der revolutionären und demokratischen Bewegungen in der Region benannt.

Die seit über einer Woche andauernden Angriffe auf Rojava haben sich mittlerweile zu einem existenzbedrohenden Krieg ausgeweitet. SDF und YPJ machen zur Verteidigung derzeit general mobil. Die blutige Repression gegen die Revolte im Iran hat unterdessen bereits mehrere tausend Menschenleben gefordert.

Nach einer knappen Stunde endete die Versammlung, zu der Young Struggle Kiel, Kurdische Strukturen und weitere linke Gruppen aufgerufen hatten. Bundesweit und international finden derzeit täglich in unzähligen Städten entsprechende Solidaritätsbekundungen statt. Für Montag wird etwa in Berlin gegen den Empfang des syrischen Übergangspräsidenten al-Jolani durch die Bundesregierung mobilisiert.

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